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Regensburger Erklärung

einstimmig verabschiedet in der Vollversammlung am

4. Juli 2003 in Regensburg

Die in der Initiative "Pro Marzlinger Spange" zusammengeschlossenen mehr als 50 Städte, Landkreise, Regionale Planungsverbände, Kammern, Gewerkschaften, der Flughafen München und weitere in der Gesellschaft relevante Organisationen fordern - auch stellvertretend für die tschechischen Regionen Pilsen und Budweis sowie für das Land Oberösterreich - und aufbauend auf dem Ergebnis der landesplanerischen Überprüfung von drei Trassen-Alternativen die Verwirklichung der "Marzlinger Spange" als Schienen-Anbindung Ostbayerns an den Flughafen München baldmöglichst.

Wir gehen davon aus, dass die Bayerische Staatsregierung und die DB Netz AG das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens zum Anlass für unmittelbar anschließende Planungs- und Realisierungsschritte nehmen.

Begründung:

  • Die bisherige Anbindung Ostbayerns mit mehr als 2,7 Millionen Einwohnern und mit Tausenden hoch qualifizierten Wirtschaftsbetrieben an den Flughafen im öffentlichen Verkehr dient weder Fluggästen, Beschäftigten und Besuchern in der notwendigen Weise.
  • Angrenzend an  Ostbayern  sind weite Teile Thüringens, Sachsens, Böhmens und Österreichs zum Flughafen München  orientiert.
  • Ein leistungsfähiger Schienenanschluss ist für die o. g. Räume ein wichtiger Standortfaktor.
  • Er ist eine notwendige Antwort auf das zusammenwachsende Europa, besonders mit Blick auf den Beitritt weiterer Staaten in die Europäische Union.
  • Die Marzlinger Spange schafft mit über 2,5 Millionen Personenfahrten pro Jahr gegenüber den anderen Trassenalternativen ein besseres und attraktiveres Angebot, das den Schienenverkehr in den Regionen insgesamt belebt.
  • Sie verlagert mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene und leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz.
  • Sie erschließt auch dem Flughafen München als transkontinentalem Luftkreuz zusätzliche Potenziale.
  • Die Beschäftigten für das dynamische Wachstum des Flughafens werden künftig vornehmlich aus dem nord- und ostbayerischen Raum kommen. Für sie schafft die Marzlinger Spange die direkteste und attraktivste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Lang laufende und durchgebundene Relationen können sinnvoll nur über die "Marzlinger Spange" abgewickelt werden. Vor allem interessant ist die Möglichkeit der Durchbindung zum Münchner Ostbahnhof und die Optionen zur Weiterführung in das bayerische Oberland, das Allgäu und in die Schweiz. Über Landshut können Prag und Linz mit dem Münchner Flughafen verbunden werden.
  • Der geplante Transrapid-Shuttle zwischen dem Hauptbahnhof München und dem Flughafen ist für Ostbayern kein Angebot.
  • Die "Marzlinger Spange" steht zum "Erdinger Ringschluss" in keinerlei Konkurrenz-Situation, beide ergänzen sich in idealer Weise.
  • Andere Projekte dürfen mit ihrem Finanzbedarf die Realisierung der direkten Fernbahn-Anbindung über die "Marzlinger Spange" nicht gefährden. Die Belange Ostbayerns müssen gleichberechtigt eingebracht werden.

Nur die "Marzlinger Spange löst die o. g. positiven Effekte aus. Sie ist die Messlatte für andere Alternativen. Sie muss zeitgleich mit den anderen weiteren Erschließungsmaßnahmen für den Flughafen gebaut und in Betrieb genommen werden.

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