Rundschreiben Nr. 13Sehr geehrte Damen und Herren, seit unserem letzten Rundschreiben vom 6. Mai 2003 ist nun einige Zeit vergangen, die jedoch nicht tatenlos verstrich. Herausragendes Ereignis war die Vollversammlung am 4. Juli 2003 in Regensburg, durch die Sie über die aktuelle Entwicklung und unsere Forderungen informiert wurden. Zunächst dürfen wir jedoch im Kreis unserer Initiative vier weitere Träger begrüßen:
Damit ist der Rückhalt für unsere Forderungen auf 59 Träger (Städte, Landkreise, Regionale Planungsverbände, Wirtschaftskammern, Gewerkschaften, Unternehmen und Verbände) in dem Gebiet zwischen Landshut und Hof, Passau und Nürnberg angestiegen. Gerade der spontane Beitritt der Regensburger Brauerei gibt Anlass, darüber nachzudenken, den Kreis der Unterstützer gezielt auf den Bereich der Wirtschaft auszudehnen und noch weitere "Leuchttürme" für uns zu gewinnen. Wir bitten daher die Gebietskörperschaften um Prüfung, welche Firmen angesprochen werden können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Kontakte zweckmäßigerweise über die Abteilungen für Wirtschaftförderung geknüpft werden. Die Koordinierungsstelle ist gerne bereit, auf Wunsch Material zur Verfügung zu stellen. Informationen sind aber auch auf der Internetseite des Regionalen Planungsverbandes Landshut www.region.landshut.org abrufbar. Die aktuelle Liste aller Träger unserer Initiative fügen wir diesem Rundschreiben bei. Konsens mit Flughafen und bayerischen VerkehrsministeriumIn intensiven Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und dem Flughafen München konnte Einvernehmen über die für die Anbindung des Flughafens München auf der Schiene erzielt werden. Hierbei haben sich zuletzt die besonders die ostbayerischen Wirtschaftskammern engagiert. Es wurde ein Gesamtpaket mit folgenden Komponenten geschnürt:
Man hofft, die Maßnahme 1. bis zum Jahr 2010 zu realisieren. Im Anschluss daran will man die Schienenverbindung über die Marzlinger Spange (oder die A-92-Paralelle) in Angriff nehmen. Planerisch soll diese Maßnahme zu gegebener Zeit aufbereitet werden. Überzeugungsarbeit ist für dieses Projekt jedoch noch bei der DB Netz AG und dem Bund zu leisten. Nach Fertigstellung der Maßnahme 1. wird die Schienenanbindung Ostbayerns über den Anschluss in Freising an die S-Bahn im 20-Minuten-Takt mit Umsteigen am selben Bahnsteig sowie mittels durchgebundener Regionalzüge aus Richtung Landshut über den Flughafen nach Mühldorf oder Erding - München Ost erfolgen. Insbesondere die Vertreter der Kammern machten deutlich, dies könne allenfalls als Zwischenlösung akzeptieren werden. Die direkte Fernbahnanbindung über die Marzlinger Spange müsse in jedem Fall mittelfristiges Ziel bleiben. Es ist bekannt, dass für die Weiterführung der Züge vom Flughafen über die Strecke der S 8 zum Münchner Ostbahnhof noch Ausbaumaßnahmen erforderlich sind. Eine Skizze der Ausbauprojekte für den Schienenverkehr rund um den Flughafen fügen wir als Anlage bei. Unterstützung aus dem Bayerischen LandtagNach einem Pressegespräch am 24. Mai 2004 wurde von Abgeordneten der CSU unter der Federführung von Otto Zeitler und Philipp Graf von und zu Lerchenfeld ein der o. g. Paketlösung sinngemäß entsprechender Antrag im Landtag eingebracht. Die zuständigen Arbeitskreise der CSU-Fraktion haben sich mittlerweile durchwegs positiv geäußert. Es ist zu hoffen, dass dieser begrüßenswerte Vorstoß auf ihrem weiteren parlamentarischen Weg zügig vorankommt. Pendler unterstützen Marzlinger SpangeIn einem Kooperations-Projekt mit der Stadt Landshut, dem Landkreis Landshut, der Fachhochschule Landshut und dem Regionalen Planungsverband Landshut führte die DGB Region Landshut in der I. Hälfte des Jahres 2004 eine Internet-Umfrage für Berufspendler durch. Die Beteiligung lässt zwar kein repräsentatives Ergebnis zu, spiegelt jedoch einen deutlichen Trend wider. Die Reaktionen der Befragten unterstützen unsere Intentionen in vollem Umfang. Hier die wichtigsten Zahlen:
Das komplette Ergebnis der Umfrage kann hier eingesehen werden. Fazit:Eine fernverkehrsorientierte Anbindung des Flughafens München aus dem Raum unseres Initiativgebietes ist nun sehr viel konkreter und greifbarer möglich als dies je der Fall war. Wir regen jedoch weiter an, diese Maßnahme bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu thematisieren. Schon wegen der schwierigen Finanzlage ist auf den verschiedenen Ebenen, vor allem bei Bund und Land, intensive Lobbyarbeit erforderlich. Wenn die vereinte Kraft aller Träger mit voller Überzeugung hinter dem Projekt steht, werden unsere schlüssigen Begründungen letztlich zum Erfolg führen. Und diese Argumente sind u. a. sehr treffend in der Landesplanerischen Beurteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen vom 17. Juli 2003 zusammen gefasst. Einen Auszug (siehe Anlage) daraus dürfen wir nochmals in Erinnerung rufen. Mit freundlichen Grüßen Peter Barteit __________ |
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