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Folgerungen aus dem Ergebnis der Internet-Umfrage

1. Akzeptanz

Die Forderung nach Verwirklichung einer schnellen und umsteigefreien Schienen-Anbindung Niederbayerns an den Flughafen München wird nicht nur von den fast 60 Trägern der Initiative "Pro Marzlinger Spange" erhoben. Auch in der Bevölkerung und vor allem bei den Pendlern ist dieser Wunsch fest verankert. Es spricht sich sogar eine hohe Zahl von Berufstätigen dafür aus, die den Münchner Hauptbahnhof zum Ziel haben und somit von der Maßnahme keinen direkten Nutzen ziehen können.

2. Paketlösung umsetzen

Mit dem bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium wurde in den letzten Monaten folgende Paketlösung zur Anbindung des Flughafens auf der Schiene abgestimmt:

  • Bau des Erdinger Ringschlusses mit Durchbindung über die Neufahrner Gegenkurve nach Freising als Nahverkehrs-Maßnahme bis zum Jahr 2010. Ab diesem Zeitpunkt bestehen für die Bahnreisenden aus Niederbayern zwei Optionen:
    1. Bahnsteiggleiches Umsteigen in Freising in die S-Bahn,
    2. Durchbindung von Regionalzügen aus Richtung Landshut über den Flughafen und Erding nach Mühldorf und/oder München Ost.
    Dies kann jedoch nur eine Zwischenlösung auf Zeit sein.
  • Darüber hinaus Schaffung einer fernverkehrsorientierten Infrastruktur-Maßnahme vom Flughafen zur Strecke München - Landshut (entweder über die bereits raumgeordnete Marzlinger Spange oder über eine noch zu untersuchende A-92-Paralelle). Dazu ist die Mitwirkung des Bundes und der DB AG erforderlich. Wir fordern, das Planfeststellungs-Verfahren so rechzeitig einzuleiten, dass die Maßnahme ab dem Jahr 2010 verwirklicht werden kann.

3. Umweltaspekte

Nur 17,9 Prozent der Befragten erklärte, grundsätzlich nicht zum Umsteigen vom Auto auf die Bahn bereit zu sein. Alle anderen zeigen eine latente Bereitschaft, das umweltfreundliche Verkehrsmittel zu benutzen. Wie die Auswertung ergibt, wird dies jedoch nur umgesetzt, wenn wichtige Qualitäts-Anforderungen gegeben sind. Bei der Umfrage wurde mit je rund 50 Prozent der Antworten zwei Voraussetzungen am häufigsten genannt:

  • Die Zeitersparnis und
  • die umsteigefreie Verbindung.
Beide Anforderungen kann die Nahverkehrs-Anbindung über die Neufahrner Gegenkurve nicht erfüllen. Somit werden die ökologischen Effekte der Verkehrs-Verlagerung auf die Schiene im ersten Schritt nur bedingt eintreten.

Gegen die nachgewiesenen positiven Auswirkungen auf Natur und Landschaft wird man die zweifellos vorhandenen Eingriffe im Bereich der Isarauen abwägen müssen. Im übrigen ist eine gewisse Scheinheiligkeit bei jenen nicht zu übersehen, die aus voller Überzeugung den Bau eines 1.500 Hektar umfassenden Flughafens in das Erdinger Moos befürwortet haben, einer 12 Kilometer langen eingleisigen Zulaufstrecke jedoch ökologische Bedenken entgegensetzen.

4. Infrastruktur am Ausgangsbahnhof

Weitere mehr als 30 Prozent der Befragten kann sich vorstellen, mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, wenn ein problemloses Parken am Ausgangsbahnhof möglich ist. Die Umfrage hat ergeben, dass dies für mehr als die Hälfte der Pendler der Landshuter Hauptbahnhof ist. Daher besteht Handlungsbedarf, die Parkanlage dort so auszubauen, dass jeder Bahnreisende zu jeder Zeit dort einen freien Stellplatz vorfindet.

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Die Ergebnisse im Detail zum Runterladen (Powerpoint-Folien, 193 KB)

Zu den Umfrageergebnissen

Graphik: Ausbauprojekte Schiene

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Die Umfrage war ein Kooperations-Projekt von DGB-Region, Fachhochschule, Stadt und Landkreis sowie Regionalem Planungsverband Landshut

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