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Ostbayern-Erklärung

Die Marzlinger Spange – Für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Ostbayern

Der Freistaat Bayern hat in den letzten 10 Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen damit Bayern im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Neben der Auflage von Förderprogrammen wurde insbesondere die Infrastruktur ausgebaut. Hiervon hat auch Ostbayern unbestritten erheblich profitiert. Mit der weitgehenden Einstellung des Schienenfernverkehrs in Ostbayern hat die Region erheblich an Standortgunst eingebüßt. Die Anstrengungen des Freistaates hier ein angemessenes Angebot (Bayern-Böhmen-Express, IR 25 Ersatzverkehr) zu finanzieren werden nicht verkannt.

Angesichts der Globalisierung ist aber der nord- und ostbayerische Raum in einem entscheidenden Punkt immer noch benachteiligt, nämlich bei der Flughafenanbindung auf der Schiene. Ostbayern braucht eine attraktive und schnelle Schienenanbindung an den Flughafen München Franz-Josef- Strauß um konkurrenzfähig gegenüber anderen Regionen zu sein und als Standort für zukunftsträchtige Unternehmen attraktiv zu sein.

Die enormen wirtschaftlichen Impulse, die vom Flughafen ausgehen, dürfen nicht nur Südbayern vorbehalten bleiben. Sie sollten insbesondere in strukturschwächere Räume gelenkt werden zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in ganz Bayern.

Ostbayern kann gegenüber der Konkurrenz im Osten nur bestehen, wenn die Region erhebliche Standortvorteile aufweist. Durch eine attraktive und schnelle Flughafenanbindung wird die raumstrukturelle Entwicklung Nord- und Ostbayerns positiv nachhaltig beeinflusst. Dies schafft neue Arbeitsplätze und sichert bestehende. Mit der Marzlinger Spange können sowohl Fluggäste wie auch Beschäftigte aus Ostbayern schnell und bequem zum Flughafen gelangen. Kurzfristige Verbesserungen durch Maßnahmen des Nahverkehrs können als Zwischenschritt die derzeit unbefriedigende Situation verbessern, eine fernbahntaugliche Schienen-Anbindung jedoch nicht ersetzen.

Ostbayern fordert daher von der Bayerischen Staatsregierung - im Sinne des Beschlusses des Bayerischen Landtages vom 30. November 2004 - und das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen auf, dafür zu sorgen, dass die Planungssicherheit für die Marzlinger Spange als qualifizierte Schienenverbindung zur Strecke Landshut - München mit Ostanbindung des Flughafens zügig erreicht wird. Ferner erwartet Ostbayern von der Bayerischen Staatsregierung, dass sie sich tatkräftig für die baldmöglichste Finanzierung des Projektes "Marzlinger Spange" einsetzt.

Regensburg, den 7. Juli 2005

PDF-Version der Ostbayern-Erklärung

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