Dampf machen für den Flughafen-AnschlussInitiative "Pro Marzlinger Spange" erfährt neue Unterstützung aus der WirtschaftLandshut. Er vertritt die Idee, aus Ostbayern und den benachbarten EU-Staaten mit durchgehenden Zügen zum Flughafen im Erdinger Moos zu gelangen. Und dieser überregionale Verbund, im Jahr 1999 von Oberbürgermeister Josef Deimer ins Leben gerufen, freut sich über immer mehr Rückenwind. Besonders im Landkreis Rottal-Inn sowie in den Räumen Deggendorf und Regensburg, aber auch in der nördlichen Oberpfalz entschlossen sich spontan Unternehmen zur Mitgliedschaft in der Initiative "Pro Marzlinger Spange". Als einer seiner ersten Amtshandlungen als Stadtoberhaupt kurbelte Hans Rampf eine Werbeaktion an, der 25 Firmen folgten - unter ihnen der Marktführer für Gebläse und Ventilatoren, ebm-papst in Landshut als 100. Träger. Dessen Geschäftsführer Dr. Johannes Schmidt verriet anlässlich einer Pressekonferenz, warum man sich als weltweit operierendes Unternehmen der Initiative angeschlossen hat. Wer einen hohen Exportanteil hat, müsse oft hinaus zu den Kunden und empfange sehr oft Geschäftspartner aus aller Herren Länder. "Zudem stehen wir nicht nur im Wettbewerb um Kunden, sondern auch um hoch qualifizierte Mitarbeiter." Daher sei eine direkte und umsteigefreie Anbindung an die transkontinentale Luftdrehscheibe München ein entscheidender Standortvorteil.
Peter Barteit, Koordinator der Initiative, der Landshuter Wirtschaftsreferent Rupert Aigner, Oberbürgermeister Hans Rampf und ebm-papst-Geschäftsführer Dr. Johannes Schmidt (von links): "Der Flughafen braucht den Fernbahn-Anschluss aus Ostbayern."
Detailliert auf die Bedenken des Naturschutzes ging OB Rampf ein. Natürlich bringe jeder Bau von Verkehrs-Infrastruktur auch Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich. Diese müssten auf der einerseits so gering wie möglich gehalten werden. Wenn man auf der anderen Seite jedoch mehr als zwei Millionen Fahrten pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagern könne, sei dies ein unbestreitbarer Nutzen für die Umwelt. Diese beiden Belange gelte es, fair gegeneinander abzuwägen. Peter Barteit schilderte als Geschäftsführer der Initiative den aktuellen Stand des Verfahrens. Die Marzlinger Spange sei in einem Raumordnungsverfahren positiv begutachtet worden. Als Baumaßnahme des Schienenfernverkehrs habe nun der Bund für die Umsetzung die Zuständigkeit. Mit intensiver Lobbyarbeit müsse es gelingen, das Projekt in den Investitionsplan unterzubringen. Die Initiative unterstütze aber auch die von Staatsminister Otto Wiesheu favorisierte Neufahrner Gegenkurve. Diese sei als Verlängerung der S-Bahn vor dem Jahr 2010 zu realisieren und bringe bereits eine Verbesserung der gegenwärtigen Verkehrsmisere mit sich. Eine großräumig wirksame Fernanbindung könne jedoch nur über die Marzlinger Spange realisiert werden. |
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